Supervision

In den Seminaren mit dem Schwerpunkt Supervision werden eigene Arbeiten mit Konfliktsystemen vorgestellt, eigen- und co-dynamische Anliegen aufgegriffen und unter den genannten Prinzipien Lösungen entworfen und ausprobiert.
Ziel dieser Seminarangebote ist, bei den Teilnehmenden am Beispiel eigener Arbeit und/ oder der eigenen Lebensgeschichte den Blick für persönliche Ressourcen zu schärfen, neue Handlungsmöglichkeiten erkennbar werden zu lassen und in einer Inszenierung auszuprobieren. Dysfunktionale Muster können in Augenschein genommen werden, eingefrorene oder stagnierende Kräfte können wieder belebt und weiterentwickelt werden.
Die Seminare sind für Personen aller Quellenberufe geeignet, welche mit einzelnen Menschen Gruppen und Organisationen arbeiten. Für Paare hat sich das Seminar mit dem Schwerpunkt Familienrekonstruktion als sehr bereichernd erwiesen.
Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit unterschiedliche Techniken und Konzepte von Konfliktinszenierungen kennen zu lernen. Es geht bei dieser Arbeit jedoch nicht um die Lösung von Konflikten, sondern um die Änderung von Sichtweisen. Es werden Handlungsmöglichkeiten erkennbar und in Inszenierungen entworfen. Die Ergebnisse stellen keine Handlungsanweisungen oder – empfehlungen dar. Was neu in den Blick gerät, kann im Laufe der Zeit ausprobiert und verhandelt werden.

MediatorInnen sind in ihrer Arbeit mit unterschiedlichsten Konfliktkonstellationen befasst. Wenn Mediation und Konfliktmanagement nicht nur als „social engeneering“ verstanden wird, zeigt sich bald, dass nicht nur Klienten/Medianten, sondern auch MediatorInnen mit eigenen Gefühlen und Werthaltungen beteiligt sind.

Die geforderte Distanz zum Prozess und eine balancierte Wertschätzung für alle Konfliktparteien erweist sich für MediatorInnen öfter als schwierige Sache und verlangt sorgfältige Beobachtung und Wahrnehmung von Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen.

Intervision und Supervision von Mediation basiert  auf zwei Grundlagen:

Wir gehen von der Parallelität der Zielsetzungen und der Abläufe zwischen Mediation, Intervision und Supervision aus, also von der Übertragbarkeit des problemlösungs- und handlungsorientierten Ansatzes der Mediation auf das Vorgehen in der Supervision.

(Modelle von  John Haynes, Lisa Parkinson/Robert Clerke, Florence Kaslow, Jutta Lack-Strecker haben sich in Praxis und Training von Supervision bewährt)

Die zweite Grundlage ist die Nutzung der Effektivität dynamischer Gruppenleistungen, das heißt: Alle TeilnehmerInnen stellen während einer Fall-, Inter- oder Supervision nicht nur ihr professionelles Wissen und Können zur Verfügung, sondern auch ihre kognitiven und emotionalen Wahrnehmungen und Reaktionen.

Bevorzugt angewandt werden von mir unterschiedliche Modelle von Konfliktinszenierungs- und Skulpturarbeit  in Inter- und Supervision (Virginia Satir, Martin Kirschenbaum). Aus diesen Ansätzen wurden ab 1994  mediationsanaloge Inter-und Supervisionkonzepte entwickelt. (Lack-Strecker ZKM 2/2003 u.1/2005;  ZKJ 3/ 2010)

Diese Arbeit stellt eine besondere Chance dar, die jeweilige Dynamik eines Konfliktes zu erfassen. Hinter den jeweiligen Problemen stehende Beziehungsverflechtungen und Blockaden sowie Interessen, Ressourcen und Anliegen aller Beteiligten – auch der MediatorInnen –  werden sicht- und erfahrbar.

Inszenierungen stellen in Klarheit und Einfachheit durch bewegte und bewegende Kombinationen aus Bildern und Worten Material für Perspektiverweiterung bereit. Nicht ‚die Lösung‘ eines Konfliktes steht im Vordergrund der Arbeit, sondern neue Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten sollen erkennbar und in der Inszenierungsarbeit ausprobiert werden. Erst was neu in den Blick gerät, kann künftig professionell be- und verhandelt werden.

In Seminaren, Wochenendworkshops, in Team- oder Einzelsupervision können TeilnehmerInnen ausprobieren, mit welchen mediationsanalogen Inter- und Supervisionsmodellen sie in Zukunft gern arbeiten würden. Allen TeilnehmerInnen steht die Möglichkeit offen, einen eigenen Fall vorzustellen. Erst dadurch wird die Vielfalt der Mediations- Inter- und Supervisionspraxis erfahrbar.

Supervision

BIM Seminarhinweise 2018

19. Okt. – 21. Okt. 2018

Termine Aeolos Seminare 2019

16. Sept. – 21. Sept. 2019

5. Modul DACH-Training Supervision: „Haltung & Struktur“